Die Kurzversion:
Ich bin Michael Schilliger, ein Reporter aus der Schweiz.
Ich begleite Menschen, schreibe über sie und die Fragen, die ihre Leben an uns richten. Meist entstehen daraus lange Reportagen und Porträts. Immer öfter führe ich auch längere Interviews. Manchmal persönliche Essays. Meine Arbeit finden Sie hier.
Etwas mehr zu meiner Karriere
Ich kam 2015 zur NZZ, habe dort zuerst lange im Newsroom gearbeitet, Nachrichten “gemacht”, ein Chef-vom-Dienst-Team aufgebaut, die Seite gestaltet, Titel gesetzt und getestet und neue journalistische Formate entworfen. Diese Arbeit hat mir sehr gefallen.
Bereits 2009 gründete ich mit meiner damaligen Mitbewohnerin das Onlinemagazin das Lamm. Damals schrieben wir vor allem über Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Nach neun Jahren habe ich die Chefredaktion an zwei junge Journalistinnen übergeben, die das Magazin weitergeführt und weiterentwickelt haben. Es lebt heute noch, aber in anderer Form. Das ist schön zu sehen. Viele, die bei Lamm das journalistische Handwerk gelernt haben, schreiben heute immer noch als Journalisten. Das macht mich stolz.
Ich habe eine Ausbildung…
Studiert habe ich Englische Literatur und Politikwissenschaften an der Universität Zürich. Politik, weil ich hoffte, so Zeit für Hobbies zu haben. Man sagte, das Studium sei nicht allzu kompliziert. Englische Literatur, weil ich Literatur liebe und in der Anglistik die ganze Welt zusammenkommt.
Woher komme ich, wo bin ich, wohin ging ich
Ich bin in Luzern geboren und aufgewachsen, zuhause fühle ich mich aber in Zürich. Ich wohne hier seit 17 Jahren.
- Ich bin viel gereist. Mit 19 zum ersten Mal alleine durch Afrika, danach durch den Iran, die Türkei, den Balkan und viele weitere Länder.
- Ich kenne Südamerika gar nicht, Südostasien ebensowenig. Auch Russland ist ein weisser Flecken.
Ein paar Dinge, die ich wichtig finde:
- Ich glaube nicht an objektiven Journalismus, sondern an empathischen Journalismus. Ich möchte verstehen, wieso Menschen tun, was sie tun. Mit meinen Texten möchte ich Leserinnen ermöglichen, das nachzuvollziehen. Und sie nachfühlen lassen, wie man zu Entscheidungen kommt. Und wie sich Momente in der Geschichte anfühlen müssen.
- Natürlich bin ich politisch, aber ich bin kein Aktivist. Ich glaube, dass das mit Journalismus nicht unvereinbar, aber zumindest schwer vereinbar ist. Für mich jedenfalls. Anderen mag es gelingen.